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Umgebindehäuser


Umgebindehäuser- eine Besonderheit unserer Region

Bekannt ist die Oberlausitz auch durch Ihre vielen Umgebindehäuser, die auch in Nordböhmen und in Niederschlesien noch zu finden sind. Diese Umgebindehäuser zeugen von einer einzigartigen, volkstümlichen und wie die Bewohner der Gegend eigenwilligen, aber cleveren Architektur, die gleichzeitig auch ein Hinweis auf die Bodenständigkeit und Heimatverbundenheit ist. Vor ungefähr 900 Jahren wurde Nordböhmen und die Oberlausitz durch Sorben, Deutsche, Tschechen und Roma besiedelt. Besonders in der Textilwirtschaft und der Glaserzeugung war die Oberlausitzer Wirtschaft führend. Ursprünglich war die Blockbauweise ein Merkmal der Slawen. Etwa im 10. Jahrhundert begann die Besiedlung des Ostens durch die Germanen, welche Ihre Häuser im Fachwerkstil erbauten.

Das Umgebinde, welches wir heute kennen hat sich aus der Bauweise der Slawen in Verbindung mit der Bauweise der Germanen (Franken) entwickelt. Es wurden von beiden Seiten die Vorteile herausgesucht. Man fand allerdings später heraus, dass die Bauweise im Bereich des Flurs und der Ställe nicht das Gelbe vom Ei war, da diese Bereiche recht schnell verrotteten. In den letzten 100 Jahren ist die Zahl der Umgebindehäuser allerdings um 15.000 Stück gesunken. Es gibt dennoch keinen anderen Fleck auf der Welt, wo man einzigartige Bauwerke in dieser Fülle finden kann. Besonders um Zittau und Löbau sind viele der Umgebindehäuser erhalten und liebevoll saniert worden. Aufgrund der vielfältigen und flexiblen Nutungsmöglichkeiten, gibt es auch heute noch eine breite Palette von verschieden Häusern.

Ein Umgebindehaus besteht grundsätzlich aus mehreren Teilen. Der Massivteil kann verschiedene Größenordnungen haben und somit auch verschieden ausgestattet sein. Folgende Teile wurden, wenn benötigt, im Massivteilteil untergebracht: Fundamente, Flur, Stall, Gewölbe, Keller und Feuerstätte.

Das Umgebinde
Der Begriff kommt erstmal vom umbinden. Das bedeutet, dass ein Baukörper von mindestens einem zweiseitigen Stützgerüst umgeben ist. Im Fall des Umgebindehauses ist dies die Blockstube: Aber dazu später mehr. Das Umgebinde ist dafür da, die Blockstube von der Last des Daches und gegebenenfalls des Obergeschosses zu entlasten.

Die Blockstube
Die Blockstube wird aus waagerecht übereinander liegenden Hölzern errichtet. Sie war der Lebensmittelpunkt des Hauses, hier wurde, vor allem in kleineren Häusern (z.B. Schunkelhaus Obercunnersdorf), der Alltag verbracht.

Das Fachwerk
Hierbei werden Balken in konstruktiver Weise mit der Wand verbunden. Anschließend wird das Fachwerk mit der Ausfachung mit Lehm oder Ziegeln geschlossen. Diese Technik wirkte sich positiv auf die Wärmedämmung aus. Meist wurde dies bei Obergeschossen angewendet und wird auch als Fachwerkkorb bezeichnet.

Der Türstock
Eine weitere Besonderheit ist der aus Stein oder Granit gefertigte Türstock, der meist mit dem Baujahr versehen ist. An den Verzierungen des Türstocks konnte man zumeist auch den gesellschaftlichen Stand des Besitzers ablesen.

Die Dachkonstruktion
Meistens besteht die Dachkonstruktion aus Sparren-, Pfefften und Kehlbalken. Durch die geringe Länge der Sparren konnte man die Dächer nicht so breit bauen. Dies gelang allerdings später, als man mit Kehlbalken zusätzlich das Dach abstützte.

Die Dachdeckung
Ursprünglich verwendete man zur Dachdeckung, Stroh, Schiefer oder Holzschindeln. Später wurden allerdings auch Ziegeln verwendet. Heute findet man kaum noch mit Stroh gedeckte Dächer, es wird überwiegend mit Schiefer- oder Ziegeln gedeckt. Vor allem bei der Deckung mit Schiefer finden sich hin und wieder kleine Kunstwerke. Leider kommt es bei den Neudeckungen oft vor, das Verzierungen (Jahreszahlen, Namen oder Muster) verschwinden. Diese Verzierungen wurden mit andersfarbigen Ziegeln in die Dachdeckung eingearbeitet.

Geschossbau und Stockwerkbau
Es wird zunächst unterschieden in den Geschossbau und den älteren Stockwerkbau.
Der Geschossbau zeichnet sich dadurch ab, dass alle Ständer des Fachwerks vom Fußpunkt auf dem Sockel einteilig bis über die Höhe der Stube durchgehen. Nun wäre es möglich hier einfach das Dachtragewerk aufzubringen. Damit hätte man ein einstöckiges Haus gebaut. Man konnte aber auch mit längeren Ständern 1 ½ Geschosse bauen (Dremplergeschoss). Je länger die Ständer also waren, desto höher konnte man bauen. Irgendwann war es dann möglich ein Obergeschoss zu errichten und somit 2-stöckig zu bauen.
Das Erd- und Obergeschoss wurden einheitlich in der gesamten Wandhöhe zusammenhängend gezimmert. Als nachteilig erwies sich allerdings, dass sehr lange Hölzer eingesetzt werden mussten, worüber sich der Zimmermann beim Aufrichten und Abbund sicher nicht sehr gefreut hat. Ein weiteres Problem waren die Holzverstrebungen, die den Einbau großer Fenster unmöglich machte. Auch war die Decke der Blockstube bereits der Boden des Obergeschosses.

Anmerkung: Eines der schönsten und ältesten (um 1660) Umgebindehäuser ist das Reiterhaus in Neusalza-Spremberg.
Link: Erfahren Sie hier mehr über das Reiterhaus.



























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