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Bekannte Persönlichkeiten der Ober- und Niederlausitz


Fürst Hermann Ludwig Heinrich von Pückler-Muskau

Der extravagante Landschaftsarchitekt und Schriftsteller

Quelle teilweise: Wikipedia, die freie Online-Enzyklopädie

Fürst Hermann von Pückler-Muskau Er war deutscher Standesherr, Landschaftsarchitekt, Schriftsteller und Weltreisender.

Nach dem Tod seines Vaters Reichsgraf von Pückler, Standesherr zu Muskau, stand ihm der Titel Baron von Groditz und Erbherr zu Branitz zu.

Politisch vertrat er liberale Positionen und stand den preußischen Reformern um den Freiherrn vom Stein nahe. So plädierte er für eine politische Selbstverwaltung auf kommunaler Ebene. Dies, dazu sein erklärter Pantheismus und sein extravaganter Lebensstil machten ihn im illiberalen Preußen der Biedermeier-Ära suspekt. Auf der anderen Seite beteiligte Pückler sich jedoch, ganz der offiziellen deutschnationalen Linie folgend, aktiv an der Germanisierung seiner überwiegend sorbischen Untertanen und vernachlässigte die Volksbildung in seiner Herrschaft.

Pückler studierte Rechtswissenschaften in Leipzig, war Rittmeister im Dresdner Gardekorps und preußischer Oberstleutnant in den Befreiungskriegen (1814), danach erst folgte sein erster Besuch in den englischen Landschaftsgärten, wo er angesichts der dortigen Parks seine Berufung zum Gartenkünstler entdeckte.

Ein Jahr später kommt die Standesherrschaft durch die Beschlüße des Wiener Kongresses zur preußischen Provinz Schlesien, am 1. Mai 1815 rief Pückler die Bürger von Muskau zur Schaffung des Muskauer Parks auf. Der Park besitzt eine Gesamtfläche von 750 Hektar, wodurch er der größte Landschaftspark Zentraleuropas ist. Er ist gestaltet im englischen Stil und liegt zum kleineren Teil auf deutschem, zum größeren auf polnischem Staatsgebiet.
Diese beiden Teile sind durch eine Brücke über der Neiße verbunden. Dazwischen liegt das Neue Schloss Muskau.

Bitte beachten Sie auch unsere Sonderseite zum Fürst Pückler-Park in Bad Muskau.

Am 9. Oktober 1817 erfolgte die Heirat mit der neun Jahre älteren Lucie von Hardenberg 1776-1854) (Einsatz eines weißen Hirschgespanns zur Werbung für den Park). 1822 wurde ihm der Fürstentitel verliehen.

Zur Scheidung von Lucie kam es 1826, jedoch blieb er mit ihr lebenslang freundschaftlich verbunden. Der verschuldete Park- und Gartengestalter wollte nach England reisen, um erneut reich zu heiraten. Bei der vierjährigen Suche nach einer vermögenden Erbin bewunderte er den Lebensstil des englischen Landadels. Dennoch kritisierte er die rücksichtslose Vertreibung der Landbevölkerung in Irland durch englische Adelige. Er fand keine Braut, dennoch wurden seine Reiseberichte zu einem literarischen und vor allem finanziellen Erfolg in Deutschland, England und den USA. 1834-1840 begab sich der Fürst auf eine Afrika - und Orientreise, auf der er die abessinischen Sklavin Machbuba (1825 - 1840) freikaufte.

Fürst Pückler galt als tollkühn und rastlos. Als 81-Jähriger Mann nahm er am preußischen Feldzug gegen Österreich-Ungarn teil und weitere vier Jahre später ersuchte er - jedoch erfolglos - als Titular-General um seine Teilnahme am Feldzug gegen Frankreich.

Da er sich mit der Anlage seines ersten Parks in Muskau finanziell übernommen hatte, verkaufte er 1845 die Standesherrschaft Muskau. Er zog auf sein Erbschloss Branitz bei Cottbus. Den Erlös aus dem Verkauf von Muskau verwendete er, um das Schloss Branitz (unter starkem Einfluss von Gottfried Semper) umbauen zu lassen und um erneut einen Landschaftspark nach englischem Vorbild, den heutigen Fürst-Pückler-Park, anzulegen.

Als Erzähler, Berichterstatter und Briefschreiber war er sehr fruchtbar. Sein literarischer Ruhm unter den Zeitgenossen gründet sich auf die anonym herausgegebenen Briefe eines Verstorbenen. Dabei handelte es sich ursprünglich tatsächlich um Briefe an seine Frau, und es war ihre Idee, die Briefe in gedruckter Form zu veröffentlichen. Sie wurden in kurzer Zeit in Deutschland, England und Frankreich zu Bestsellern.
Dazu verhalfen ihnen seine stilistischen Qualitäten – scharfäugiger Zugriff auf sprechende Situationen, uneinschüchterbare Scharfzüngigkeit zumal auch seinem eignen Stand gegenüber, fehlende Prüderie, unangestrengte Ironie. Das in der Reaktionszeit vor 1848 geduckte Bürgtertum erhielt dadurch, dass er als Adeliger Zugang zu den führenden Häusern Europas hatte und seine Leser an diesen Erfahrungen teilhaben ließ und damit Einblick in die vor ihnen abgeschirmten Milieus des Adels gab. Als Dandy hob er sich von seinen Standesgenossen ab. Zudem hatte er einen ausgedehnten Freundes- und Bekanntenkreis unter Künstlern und Schriftstellern – zum Beispiel Karl Friedrich Schinkel, Leopold Schefer, Bettina von Arnim, Rahel, Karl August Varnhagen von Ense und Heinrich Heine. Darüber hinaus war er mit zahlreichen exotischen Ländern vertraut; er vermochte durchaus mit osmanischen Vizekönigen und arabischen Emiren auf Augenhöhe mitzuhalten. Dies wusste er genau, anzüglich und spöttisch zu schildern.
Allerdings sind die originalen Briefe von Lucie von Pückler-Muskau und Leopold Schefer vor der Drucklegung bei manchen Ungeschminktheiten redigiert worden, um die Vorstellungen des Lesepublikums über ihn nicht zu beeinträchtigen, was ihm späterhin seinen Briefen nach missfallen hat.
Pückler erstellte während seiner Reisen außerdem sogenannte „Erinnerungsbilder“, eine Art Tagebuch in vier ungedruckten Bänden, das sowohl aufschlussreiche Kommentare über englische Gärten und Landschaften, aber auch über die Kultur und Bevölkerung, als auch einige vor Ort erworbene Kunstdrucke und Karikaturen enthält.
Die Schriftstellerei begeisterte ihn bis zu seinem Tod im Jahr 1871.

Aus religiösen Gründen war damals die Einäscherung verboten, daher griff er zu einer provokanten List und befahl, dass sein Herz in Schwefelsäure aufzulösen sei und der Körper in Ätznatron, Ätzkali und Ätzkalk gebettet werden solle. Auf diese Weise wurde er am 9. Februar 1871 im Tumulus (eine Pyramide im Parksee des Branitzer Schlossparks) beigesetzt.

Da er kinderlos war fielen Schloss und Park nach seinem Tod an seinen Vetter, den Reichsgraf Heinrich von Pückler, Barvermögen und Inventar an seine Nichte Marie von Pachelbl-Gehag, geb. von Seydewitz. Den literarischen Nachlass des Fürsten erbte hingegen die Schriftstellerin Ludmilla Assing mit der Auflage, eine Biographie des Autors zu schreiben und seine ungedruckten Briefwechsel und Tagebücher zu veröffentlichen.


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