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Persönlichkeiten der Ober- und Niederlausitz


Johannes Karasek

genannt Prager Hansel oder Böhmischer Hansel (* 10. September 1764 in Prag-Smichov; † 14. September 1809 in Dresden).

Ende des 18. Jahrhunderts trieb der Räuberhauptmann Karasek mit seiner Bande in der Oberlausitz sein Unwesen. Noch heute ranken sich unzählige Legenden und Sagen um den Räuberhauptmann Karasek und seine Gesellen.

Karasek wurde 1764 in Prag-Smichow geboren, er trug auch den Beinamen "Prager Hansel". Nachdem der gelernte Tischler und Fleischer nach zahlreichen vergeblichen Versuchen aus dem österreichischen Heer desertieren konnte, verschlug es ihn in die Oberlausitz.

Er heiratete später die aus Leutersdorf stammende Magdalena. Ihr Vater war der Wirt des Gerichtskretschams im damals böhmischen Neuwalde (Leutersdorf), auch bekannt als "Greibischschenke". Der Kretscham war ohnehin schon ein beliebtes Versteck für Räuber, deren Anführer Palme hieß. Für Palmes Bande boten besonders die böhmischen Exklaven in der Oberlausitz gute Schlupfwinkel für Raubzüge zu den Begüterten in der südlichen Oberlausitz und im böhmischen Niederland. Es dauerte nicht lange und Karasek schloss sich ihnen an.

Karasek ging von Haus zu Haus und bot den Leuten gestohlene Waren an und erkundete so ganz nebenbei die nächsten Einbruchziele. Als die Bande den Leinenhändler Kühnel überfiel, wurde Palme erschlagen. Nun wurde Karasek zum neuen Hauptmann gewählt. Karasek nahm dankend an, stellte jedoch die Bedingung, keine Überfälle in seinem Wohnort durchzuführen. Besonders gern raubte die Bande in Schirgiswalde, Crostau, Sebnitz und Schönbach. Gut betuchte Menschen, wie Mühlenbesitzer, Garnhändler oder Geldwechsler schwebten also ständig in Gefahr überfallen zu werden. Karasek teilte wohl auch die eine oder andere Beute mit den Armen, allerdings behielt er stets den größten Teil selbst.

Karasek sah gar nicht dem Räuber aus dem Märchen ähnlich, der mit Lumpen bekleidet im Wald wohnt. Im Gegenteil, Karasek wirkte stets gepflegt und hatte auch eine anziehende Wirkung auf Frauen. Obwohl Karsek sich vorgenommen hatte nicht im eigenen Revier zu jagen, gab er dem Drängen der anderen Bandenmitglieder nach und überfiel im Jahre 1800 mit seiner Bande das Rittergut Glathe in Oberleutersdorf. Dieser war aber auch der letzte Raubzug Karaseks, da die Bande auf ihrer Flucht mehrere Taler verlor und somit den Dragonern eine Spur legte. Man konnte nun nach und nach alle Mitglieder der Räuberbande festnehmen.

Karasek wurde zunächst zum Tode verurteilt, das Todesurteil aber später in eine lebenslängliche Haft umgewandelt. In der Zeit von 1800 bis 1803 war er im Burgverlies am ehemaligen Burgwasserturm der Bautzener Ortenburg eingesperrt, später dann ins Dresdner Gefängnis verlegt. Hier starb er 1809 an den Folgen von Haft und Frohnarbeit.

Jedoch hörten die Raubzüge auch nach Karaseks Verhaftung nicht auf, aber nun war es die Bande von Wenzel Kummer (genannt der Böhmische Wenzel), die von der Exklave Neuschirgiswalde (Schirgiswalde) aus agierte. Aber auch Wenzels Bande konnte schließlich im Jahre 1803 ausgehoben werden.

Um eine weitere Nutzung der Greibichschenke als Räubernest zu verhindern, wurde das gesamte Gebäude 1804 abgerissen.


Im Bild: Karasek-Darsteller Sven Heine Link


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